Zdenko Hans Skraup: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Version vom 11. Juli 2014, 09:21 Uhr

Zdenko Hans Skraup, Ignaz Lieben-Preisträger 1886.

Zdenko Hans Skraup, (*03.03.1850 in Prag; † 10.09.1910 Wien) war ein österreichischer Chemiker und ordentlicher Professor an der Universität Wien. Das Denkmal Zdenko Hans Skraup im Arkadenhof der Universität Wien wurde 1920 enthüllt.[1]

Leben

Zdenko Hans Skraup wurde 1850 in Prag geboren und studierte an der Oberrealschule und an der deutsch technischen Hochschule. 1871 wurde er Assistent von Professor Buff, der Chemie lehrte. Danach war er in der Porzellanfabrik in Alt Rohlabu bei Karlsbad, im Wiener Punzierungsamt und im Hauptmünzamt tätig. Von 1873 bis 1881 nahm er eine Assistentenstelle im Wiener Universitätslaboratorium an, das von Professor Rochleder geführt wurde.[2] Zu Anfang war er Laboratoriums- und Vorlesungsassistent; im Laufe der Jahre übernahm er den gesamten Anfängerunterricht sowie den Unterricht der Pharmazeuten. Im März 1875 erhielt er das Doktorat der Philosophie an der Universität Gießen und legte drei Jahre danach die Lehramtsprüfung für Realschulen in den Fächern Chemie und Physik ab. Skraup habilitierte 1879 an der Technischen Hochschule in Wien im Bereich der Chemie und Pflanzenstoffe. 1881 begann er eine weitere Habilitation im Feld der allgemeinen Chemie. Danach trat er als Professor in die Wiener Handelsakademie ein, wechselte jedoch 1887 als ordentlicher Professor für Chemie an die Universität Graz.[3] 1905 beschloss die philosophische Fakultät in Wien die Lehrkanzel für Adolf Lieben, der zu diesem Zeitpunkt beinahe 70 Jahre alt war, neu zu besetzen. Die dafür eingesetzte Kommission bestand aus den Professoren Becke, Exner, Lieben, Lippermann, Reich, Wegschneider und von Wettsein. Sie schlugen Professor Goldschmidt und Zdenko Hans Skraup vor. Skraup bekam die Stelle und verließ Graz.[4] Die Pläne für den Neubau des chemischen Instituts gehen auf ihn zurück; zu seinen Lebzeiten wurde dieser Bau jedoch nicht mehr ausgeführt. [5]

Schaffen

In seiner Forschung über die Eisen - Cyonverbindung wurden die Beziehungen zwischen berliner blau, löslichen berliner blau, turnbulls blau untereinander und zum gelben und roten Blutlangensaltz aufgeklärt. Ein großer Teil seiner Arbeit betrifft die in den Chinariden enthalten Alkaloide und deren zahlreiche Derivate. Von großer Bedeutung ist die von Zdenko Hans Skraup 1880 durchgeführte Synthese des Chinonins durch Einwirkung von Glycerin und Schwefelsäure auf ein Gemenge von Anilin und Nitrobenzol. Von dieser wichtigen Methode wurden eine ganze Reihe neuer Verbindungen abgeleitet. Skraup wurde dadurch bekannt und erhielt 1886 den "Ignaz L. Liebenpreis" von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. In den letzten Jahren seiner Tätigkeit an der Universität wendete er sich der Bearbeitung von Eiweißkörpern zu.[6] Die Wiener Akademie der Wissenschaft ernannte Skraup 1896 zum ordentlichen Mitglied. Ebenso erhielt er einen Ehrendoktor der Deutschen Technischen Hochschule in Prag und bekam den Titel des Hofrates verliehen.[7]

Quellen

  • UAW. Senat: S. 304 1206 2
  • UAW. Phs. 34.31


Einzelnachweise

  1. Maisel 2007
  2. UAW. Senat S. 304 1206 2
  3. http://archiv.uni-graz.at/de/geschichte/groessen-der-wissenschaft/zdenko-hans-skraup/zdenko-hans-skraup/
  4. UAW. Phs 34.31.
  5. Universität Graz, 2012
  6. UAW. Senat S. 304 1206 2
  7. http://archiv.uni-graz.at/de/geschichte/groessen-der-wissenschaft/zdenko-hans-skraup/forschungstaetigkeit/


Weblinks

Darstellungen


Evelyn Haspl