Vatroslav v. Jagic

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Abb.1: Vatroslav v. Jagic

Vatroslav v. Jagic (* 06. Juli 1838 in Warasdin (Varaždin), Kroatien; † 05. August 1923 in Wien) war Slawist.


Leben

Jagic wurde am 6. Juli 1838 in Warasdin (Varaždin), Kroatien geboren. Nachdem er längere Zeit als Lehrer in seinem Heimatland gearbeitet hatte, wurde er aus politischen Gründen seines Postens enthoben. Daraufhin studierte er in Deutschland Slawistik und wurde bald vergleichender Sprachwissenschaftler. Er arbeitete in verschiedenen Ländern, doch schließlich wurde ihm der Lehrstuhl als Professor der Slawistik in Wien angeboten und er folgte so dem Slawisten Franz von Miklosich. Jagic forschte viel über die Entstehung des Altkirchenslawischen und ihm gelang es im Zuge dessen, hunderte Publikationen und Bücher zu veröffentlichen. Jagic verstarb am 05. August 1923 in Wien. [1]


Schaffen

Jagic gilt als Begründer der modernen Slawistik, die er an der Wiener Universität eingeführt hatte. Durch ihn konnte die Entstehung des Altkirchenslawischen zurückverfolgt werden. Aufgrund seiner etwa 600 Schriften und Abhandlungen über die Slawistik konnte durch ihn die Forschung und Sprachwissenschaft in vielen Bereichen Fortschritte erzielen. [2]


Werke und Schriften (Auswahl)

  • 1890: Glogolitica
  • 1896: Codex slovenicus rerum grammaticarum
  • 1900: Zur Entstehungsgeschichte der Kirchenslavischen Sprache
  • 1911: Geschichte der slawischen Philologie

Auszeichnungen

  • 1908: In den Adelsstand erhoben
  • Ernennung zum Hofrat
  • Träger des Ordens Pour le mérite


Weblinks

http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Biographien/Jagi%C4%87%2C_Vatroslav_von

http://www.orden-pourlemerite.de/mitglieder/vatroslav-von-jagic?m=4&u=5


Einzelnachweis

  1. Maisel 2007, S. 72.
  2. http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Biographien/Jagi%C4%87%2C_Vatroslav_von


Literatur

Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze, Wien/Köln/Weimar, 2007.


Bildquellen

Abb.1: http://www.enciklopedija.hr/Natuknica.aspx?ID=28503 abgerufen am: 18.02.2014.


Magdalena Fleming, überarbeitet von Barbara Wessely