Vanja Radauš

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Abb. 1: Vanja Radauš, Fotografie.
Abb. 2: Vanja Radauš, Selbstporträt, Zeichnung, 1939.

Vanja Radauš (* 29. April 1906 in Vinkovci; † 24. April 1975 in Zagreb), war ein kroatischer Bildhauer, Maler und Schriftsteller. Er gilt als einer der führenden Personen der kroatischen Kunst des 20. Jahrhunderts.

Leben

Radauš besuchte in seiner Heimatstadt Vinkovci die Grundschule und das Gymnasium. Von 1924 bis 1930 studierte er Bildhauerei an der Kunstakademie in Zagreb. In dieser Zeit lehrte auch Ivan Meštrovic als Kunstprofessor an der Kunstakademie Zagreb. Während des Zweiten Weltkrieges nahm Radauš an der nationalen Befreiungsbewegung teil. Radauš war von 1945 bis 1969 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Zagreb. Er war seit 1947 Mitglied der Akademie und seit 1950 führte er die Meisterklasse für Skulptur.

Im Jahr 1975 beging Vanja Radauš Selbstmord, doch die Ursache seines Todes wurde nicht vollständig geklärt. Seine Grabstätte (Abb. 3) befindet sich am Mirogoj-Friedhof in Zagreb. [1]
Abb. 3: Grab von Vanja Radauš, Mirogoj-Friedhof, Zagreb.

Schaffen

In der ersten Periode seines Schaffens (von 1932 bis 1943) stand Radauš unter dem deutlichen Einfluss der Werke von Auguste Rodin (1840 – 1917) und von Antoine Bourdelle (1861 - 1929). Nach dem Krieg konzentrierte er sich auf skulpturale Zyklen. Seine bedeutende skulpturale Figur der „Diskuswerfer“ (Abb. 4) aus Bronze entstand im Jahr 1957, die im Maksimir-Park in Zagreb aufgestellt ist. [2]
Abb. 4: Vanja Radauš, Diskuswerfer, Bronze, Maksimir-Park, Zagreb, 1957.

Im Jahr 1969 veröffentlichte Radauš die Gedichtsammlung „Slawonien das edle Land“ und im Jahr 1971 die Gedichtsammlung „Mäher Zeit“.

Das Ouevre Radauš‘ erstreckt sich von Medaillons bis zu monumentalen Skulpturen.

Für den Arkadenhof der Universität Wien schuf Vanja Radauš im Jahr 1974 das Bronzemedaillon für das Denkmal Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy.
Abb. 5: Vanja Radauš, Porträtmedaillon für Denkmal Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy, Bronze, Arkadenhof der Universität Wien, enthüllt 1974.
(Abb. 5)

Einzelnachweise

  1. hr.wikipedia.org; en.wikipedia.org; eingesehen 1. Jänner 2014
  2. remek-djela.com; de.wikipedia.org; eigesehen 10. Februar 2014.

Literatur

  • Željko Grum/Vanja Radauš 1955: Željko Grum/Vanja Radauš, Crteži i grafike – narodnooslobodilačke borbe, Verlag Jugosl. Akad. Znanosti i Umjetnosti, Zagreb 1955. (Sprache: Kroatisch).

Weblinks


Bearbeitung: Christa Dobrzanski redigiert von: Katharina Dirnberger