Theodor Georgii

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
Wechseln zu: Navigation, Suche
Theodor Georgii 1883-1963

Theodor Georgii oder Theodor Gorgi (*30. April 1883 in Shdany (Russland); † 21. August 1963 in Esslingen) war ein Bildhauer, der vor allem im deutschsprachigen Raum tätig war. Weiters war er Professor an der Kunstakademie in München und Wien.

Leben

Theodor Georgii kommt aus einer schwäbischen Familie. Ab 1902 studierte er Bildhauerei an der Kunstakademie in Stuttgart. Zwei Jahre später ging er nach Brüssel und wurde dort von Julien Dillen unterrichtet um ein Jahr später wieder nach Deutschland in München als Schüler von Adolf von Hildebrand aufgenommen zu werden. Kurze Zeit später heiratete Georgii Hildebrands Tochter Irene, die ebenfalls das Handwerk ihres Vaters erlernte.[1] 1917 wurde Theodor Georgii von König Ludwig III. zum Professor ernannt und so konnte er auch die Arbeit seines Schwiegervaters weiterführen. Ab 1924 leitete Georgii die Dombauhütten in Passau und Regensburg, bis ihm 1935 eine Stelle als Professor an der Wiener Kunstakademie angeboten wurde. Während des Nationalsozialismus zog er sich aus dem öffentlichen Leben zurück obwohl er 1922 zur katholischen Kirche übertrat. Erst 1946 nahm er seine Lehrtätigkeit in München wieder auf. Am 21. August 1963 starb Theodor Georgii in Esslingen.[2]

Schaffen

Neben zahlreichen Bildnisbüsten schuf Georgii auch viele Tier- und Figurenplastiken aus Stein und Bronze sowie Reliefs und Entwürfe von Kirchenfenstern. Seine Werke sind sehr stark von der Renaissancezeit und vor allem von Michelangelo geprägt, den er sich auch stets als Vorbild setzte.[3]

Werke

(Werkauswahl)

  • 1906 „Rehbock“ in der Kunsthalle Bremen
  • 1908 „Hirsch“, „Reh“, „Mähnenschaf“ im Ausstellungspark München
  • 1909 Marmorfigur „Netzträger“
  • 1910 „Relief seiner Mutter mit Kindern“
  • 1910 „Wasserbock“
  • 1911 „Grablege seiner Mutter“
  • 1918 „Denkmünze auf die goldene Hochzeit des bayrischen Königpaars“
  • 1929 „Kruzifixus“ aus Bronze
  • 1952 Denkmal Franz Brentano im Arkadenhof der Universität Wien

Literatur

  • Thieme und Becker 1920: Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler, Leipzig 1920, S. 255.
  • UAW Senat 91.13, Errichtung eines Denkmals für Franz Brentano, 1937/1938.

Einzelnachweise

  1. Becker 1920, S. 255.
  2. UAW Senat 91,13 1937/1938.
  3. UAW Senat 91,13 1937/1938.

Michaela Pilat, 2013WS