Steinmetzfirma Eduard Hauser

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Die Steinmetzfirma Eduard Hauser war ein alteingesessener, 1791 gegründeter Steinmetzbetrieb, der im 19. Jh. sehr erfolgreich und maßgeblich an der Errichtung mehrerer Prachtbauten und Denkmäler an der Wiener Ringstraße beteiligt war, durch diese zahlreichen Arbeiten an den Ringstraßenbauten erfolgte die Ernennung zum "k. u. k. Hofsteinmetzmeister". Ebenfalls folgte dazu die Betrauung an den Steinarbeiten von 50 Kirchen innerhalb der Monarchie. Ein weiteres Geschäftsfeld der Steinmetzfirma Eduard Hauser waren Grabdenkmäler und Grabsteine, die auf allen Wiener Friedhöfen zu finden sind. Eduard Hauser (1840-1915), der ab 1858 die Geschäftsführung der Steinmetzfirma übernahm, importierte dafür den begehrten schwarzen Granit aus Schweden und erwarb mehrere Steinbrüche in Laas und Sterzing, in Mannersdorf an den Leithabergen und in Marzana bei Pola. Eduard Hauser führte außerdem als erster in Österreich die maschinelle Steinbearbeitung mittels Steindrehbänken und mechanischen Schleifereien ein.[1]

Der 1. Weltkrieg beendete die Blütezeit der Steinmetzfirma Eduard Hauser, die schließlich in den 1960er Jahren ihren Betrieb einstellte.

Literatur und Quellen

  1. Haubold 1990, S. 168.

Barbara Haubold, Die Grabdenkmäler des Wiener Zentralfriedhofs. Von 1874–1919, Diss. Münster 1990.