Rudolf Chrobak

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Rudolf Chrobak (* 8.7. 1843 in Tropau, Österreich, gestorben am 1.10.1910 in Wien) war ein österreichischer Gynäkologe.

Leben

Als Sohn eines Arztes am 08.07.1843 in Troppau geboren, studierte Chrobak besonders bei Ernst Wilhelm von Brücke und Johann von Oppolzer Medizin an der Universität Wien. Dort habilitierte er 1866. Chrobak arbeitete sich selbständig in die Frauenheilkunde ein, wobei ihm Johann Oppolzer seine Patientinnen zur Verfügung stellte. 1871 wurde Chrobak Dozent, 1880 außerordentlicher Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Wien. Außerdem war er 1889- 1908, nach August Breisky, Vorstand der II. Frauenklinik Wiens. In dieser Zeit konzentrierte sich Chrobak in erster Linie auf die operativen Chirurgie und verbesserte die Myom- Operationen in ihrer Technik. Er entwarf und leitete gemeinsam mit Friedrich Schauta den Neubau der Wiener Frauenkliniken, für deren wissenschaftlichen Einrichtungen er teilweise selber aufkam. Der Gynäkologe war Mitglied des Obersten Sanitätsrats, Präsident der Gesellschaft der Ärzte und Hofrat. Er verstarb am 1. Oktober 1910 in Wien.


Schaffen

Er veröffentliche ca. 200 Publikationen, darunter zahlreiche umfangreiche Lehrbücher mit gynäkologische Abhandlungen. Noch heute können einige Begriffe in der Gynäkologe mit seinem Namen in Verbindung gebracht werden, wie zum Beispiel der Chrobaksche Sonderversuch, die Chorbaksche Operation und das Otto-Chrobak- Becken.

Schriften

  • Die mikroskopische Anatomie des Uterus, In: Salomon Stricker's Handbuch der Lehre von den Geweben des Menschen und der Thiere (1871-1873)
  • Ueber bewegliche Niere und Hysterie. Die Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane (mit Alfons von Rosthorn) In: Carl Wilhelm Hermann Nothnagel: Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie, 1894-1905, 24 Bände.
  • Untersuchungsmethoden und Gynäkologische Therapie, In: Franz von Pitha, Theodor Billroth: Handbuch der Frauenkrankheiten, 1879.

Darstellungen

  • Relief im Arkadenhof der Universität Wien, Edmund Hellmer, 1927.
  • Porträtmedaillon im Krankenhaus Lainz
  • Gedenktafel in der Frauenklinik des AKH

Literatur

  • Felix Czeike (Hg.), Historisches Lexikon Wien, 1, Wien 1992, S. 574.

Weblinks

Einzelnachweise