Robert Ultzmann

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Druckgraphik von Robert Ultzmann, ©ÖNB.

Robert Ultzmann (* 30. März 1842 in Kaschau; † 10. Juni 1889 in Wien) war ein österreichischer Urologe und Spezialist auf dem Gebiet der Harnröhrenerkrankungen slowakischer Herkunft.

Leben

Nach Abschluss der Matura in Kaschau, ging er 1861 nach Wien, um sein Medizinstudium zu beginnen. 1867 promovierte Ultzmann an der Universität Wien. Da Chemie zu einem seiner favorisierten Gebiete zählte, widmete er sich in seinen Arbeiten der physisch – chemischen und mikroskopischen Erforschung des Urins. Kurz nach seiner Promotion war Ultzmann als Assistent in der pathologisch-chemischen Institution des Allgemeinen Krankenhauses tätig. Im Jahr 1869 wurde er als Chirurg an der chirurgischen Klinik, unter der Leitung von Professor Dumreicher angestellt.

1872 war er Privatdozent in Bezug auf Krankheiten auf dem Gebiet der Harnwege und 1885 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Seine ersten Essays wurden in der Zeitschrift Wiener medizinische Presse publiziert und 1871 wurde eine seiner wichtigsten Arbeiten Anleitung Zur Untersuchung des Harns herausgegeben. Dieses Werk wurde zusammen mit einem Atlas der physiologischen und pathologischen Harnsedimente, in Verbindung mit K. B. Hofmann veröffentlicht.

Unter anderem beschäftigte er sich mit den Neurosen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane. Eines seiner Hauptwerke war Die Krankheiten der Harnblase, welche er in der Schrift die Deutsche Chirurgie von Billroth und Lücke begonnen hatte, aber nicht fertiggestellt wurde.[1]

Schaffen

Robert Ultzmann war bewandert auf dem Gebiet der harnbildenden und harnableitenden Wege und entwickelte technische Geräte und Hilfsmittel, welche noch heute von Bedeutung sind. Auch als Professor schien er beliebt unter den Studenten gewesen zu sein, da diese aus der ganzen Welt in seine Vorlesungen pilgerten.[2]

Schriften oder Werke

  • Anleitung Zur Untersuchung des Harnes, 1871
  • Atlas der physiologischen und pathologischen Harnsedimente, 1872
  • Die Krankheiten der Harnblase, 1890

Literatur

Professor Anton von Eiselsberg, in: The British Medical Journal, 1, 1889, S.1441-1442.

Einzelnachweise

  1. The British Medical Journal 1889, S. 1441-1442.
  2. The British Medical Journal 1889, S. 1441-1442.

Weblinks

Darstellungen