Melanie Horsetzky von Hornthal

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Melanie Horsetzky von Hornthal (* 7.4. 1852, Wien; † 28.4. 1931, ebenda) war eine österreichische Bildhauerin und Kunstgewerblerin.

Leben

Horsetzky von Hornthal war die Schwester der drei Generäle Adolf, Ernst und Karl Horsetzky von Hornthal. Sie fand erst recht spät zur Kunst, jedoch entwickelte sich ihr Talent sehr rasch. Nach bereits einem Jahr, in welchem sie Unterricht bei dem Bildhauer R. Trimmel erhalten hatte, stellte sie bereits im Künstlerhaus aus. Kurze Zeit arbeitete sie auch bei Auguste Rodin in Paris um sich weiterzubilden. Ihr Atelier befand sich später im Salzgries 11–13 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Vor allem das Porträtfach sowie das Figurale und das kunstgewerbliche Arbeiten lag in ihrem Interesse. [1]Mit ihren Werke stellte sie primär in Wien, aber auch in München, Paris und London aus. Horsetzky von Hornthal war die erste Bildhauerin, deren Werke in öffentlichen Ausstellungen gezeigt wurden. [2]

Schaffen

1900 in der Londoner Ausstellung „Woman Exhibition“ wurde ihre Terrakottabüste des Admirals Alexander Eberan von Eberhorst mit der goldenen Medaille ausgezeichnet.

Werke (Auswahl)

  • Terrakottabüste: Admiral Alexander Eberan von Eberhorst, vor 1900
  • Marmorbüste des Admiral Baron Max Freiherr von Sterneck, Heeresgeschichtliches Museum Wien
  • Porträtbüsten von Heinrich Siegel, 1902 und Wilhelm Emil Wahlberg, 1908 im Arkadenhof der Universität Wien
  • Gips: Prof. G. Lott
  • Porträtbüste des Ing. F. von Lössl
  • Marmor: Univ. Prof. K. von Czyhlarz
  • Bronze: Handelsminister R. Schuster-Bonnot
  • Gips: E. Marchet
  • Marmor: Exzellenz von W.
  • diverse Kinderporträtbüsten

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Melanie Horsetzky von Hornthal in: Kosel, Hermann Clemens: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Wien 1902. Band 1, S. 139.
  2. Eintrag zu Melanie Horsetzky von Hornthal in: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. 1993, Band 2 S. 428. (digitalisierte Version)

Literatur

  • Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Wien 1993, Band 2, S. 428. digitalisierte Version
  • Thieme-Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig 1990, Band 17, S. 530.
  • Kosel, Hermann Clemens, Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Wien 1902, Band 1, S. 139.

Sarah Geschwandtner, Kristina Kogler, Barbara Wessely