Ludwig Barth von Barthenau

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Ludwig Barthenau um 1870

Ludwig Barth von Barthenau (*17. 1. 1839 in Rovereto, Italien; † 3. 8. 1890 in Wien) war ein österreichischer Chemiker.

Leben

Ludwig Barth von Barthenau studierte bei den berühmten Chemikern Justus von Liebig und Max von Pettenkofer in München und in Innsbruck.[1] Barth wurde 1860 promoviert und 1867 Professor für Chemie in Innsbruck. 1876 wurde Ludwig Barth von Barthenau als Professor der Chemie nach Wien berufen. Seine wissenschaftliche Tätigkeit befasste sich mit der organischen Chemie, insbesondere mit Benzolderivate.[2] Ihm zu Ehren wurde im Arkadenhof der Universität Wien das Denkmal Ludwig Barth von Barthenau errichtet.

Schaffen

Barth gehörte der Akademie der Wissenschaften und dem obersten Sanitätsrat an. Barth ist der Entdecker des Resorzin (Stoffgruppe der Phenole), ein wichtiger Grundstoff zur Farb- und Kunststoffherstellung.[3] Er befasste sich besonders mit den Benzolderivaten und erforschte die Einwirkung der Kalischmelze auf organische Substanzen und entdeckte das Resorzin.[4] Er war k.k. Hofrat und Vorstand des chemischen Laboratoriums. Als Alpinist erforsche er unter anderem die Stubaier Gruppe.[5]

Schriften (Auswahl)

Veröffentlichung einer Monographie über die Stubaier Alpen

Literatur

  • Czeike 2004: Felix Czeike (Hg.), Historisches Lexikon Wien, 1, 5, Wien 2004.
  • Killy 2001: Walther Killy (Hrsg.), Deutsche Biographische Enzyklopädie, 9, 10, München 2001.
  • Maisel 2007: Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien, Wien 2007.

Einzelnachweise

  1. Maisel 2007, S.554
  2. [1]. Website des Austria Forums. Abgerufen am 2.12.2013
  3. Maisel 2007, S.554
  4. Deutsche Biographische Enzyklopädie, S. 383
  5. Czeike 2004, S. 263.

Weblinks

  • Austria Forum [2]

Darstellungen


Veronika Preisinger, Marlene Schweinschwaller