Leopold Schrödl

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Leopold Schrödl ( * 7. Juli 1841 in Währing ; † 5. Dezember 1908 in Wien) war ein österreichischer Bildhauer.Von ihm stammte das Denkmal Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin im Arkadenhof der Universität Wien.

Leben

Leopold Schrödl wurde als Sohn eines Bildhauers und Elfenbeinschnitzers in Wien geboren. Über seine Kindheit und Schulzeit ist wenig bekannt. Anlässlich der vielen Reisen seines Vaters lernte Schrödl schon in seiner Jugend viele Städte kennen.

Schrödl erhielt in St. Petersburg seine erste künstlerische Ausbildung vom russischen Hofmaler Michael von Zichy. Als sein Vater seinen Wohnsitz nach Paris verlegte, besuchte Schrödl dort an der Akademie die Modellierungsklasse; Nur ein Jahr später übersiedelt die Familie nach Frankfurt, wo Schrödl von einem Freund seines Vaters Privatunterricht in Bildhauerei erhielt. Anschließend studierte er am Städel´schen Kunstinstitut . Von 1858–61 setzt er seine Kunststudien in Dresden fort. Durch ein Stipendium finanzierte er sich von 1863–65 einen Aufenthalt in Rom. 1866 kehrte er zurück nach Paris. In seiner Heimatstadt war er schließlich für die Bildhauer Viktor Tilgner und Rudolf Weyr tätig. 1894–1908 war er Lehrender an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Der 67-jährige Bildhauer verstarb am 5.12. 1908 in Wien. Er wurde am Zentralfriedhof beigesetzt. [1].

Schaffen

Der Bildhauer Leopold Schlögl arbeitete während seiner langen künstlerischen Tätigkeit fast ausschließlich als Bildhauer. Sein Oeuvre erstreckt sich über eine große Anzahl an Statuen, Denkmälern sowie Porträtbüsten.

In Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins waren etliche Kunstwerke Schrödls zu besichtigen wie ein Gypsrelief „Amor und Psyche“, die Porträtbüste von Mosenthal und eine Madonnengruppe.

Auf Anregung des Journalisten- und Schriftsteller-Vereins „Concordia“ hat sich ein Komitee gebildet, das Leopold Schrödl mit einer lebensgroßen Grillparzer-Büste in Carrara-Marmor für das Hofburg-Theater beauftragte. [2].

Werke

  • Franz Grillparzer-Monument in Baden, NÖ ( 1874).
  • Robert Braun und Theophrastus Eresios , Statuen für die Balustrade des Naturhistorischen Museum, Wien.
  • Büste seiner Majestät des Kaisers, für das Ackerbau -Ministerium.[3].
  • Grillparzer Büste für das Hofburgtheater
  • Bildnisrelief von E. Fenzel für den Botanischen Garten
  • Denkmal Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin,

Literatur

  • Maisel 2007 : Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien, Wien 2007.
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815-1950, herausgegeben von der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1956.
  • Kleindel 1987: Walter Kleindel, Das Grosse Buch der Österreicher, 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten, Wien 1987.
  • Czeike 1997 : Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, 2, Wien 1997.
  • Constantin von Wurzbach: Leopold Schrödl in: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, Bd. 31, Wien 1876.

Einzelnachweise

  1. Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Bd. 11, S. 236.
  2. Constantin von Wurzbach 1876, S. 346
  3. Universitätsarchiv der Akademie der bildenden Künste Wien

Weblinks

Darstellungen


Nadine Kraus, Katharina Dirnberger