Leopold Oser: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Version vom 12. August 2014, 19:10 Uhr

Carl Wollek, Porträtbüste Leopold Oser (1839-1910), Universität Wien, Arkadenhof, Nr. 115, 1887. unidam

Leopold Oser (*27. Juli 1839 in Mikulov/Tschechische Republik; † 22. August 1910 in Gainfarn/Niederösterreich) war ein österreichischer Internist.


Leben

Leopold Oser studierte 1856-1861 an der Universität Wien Medizin und promovierte 1862 zum Dr.med. Dr.chir. und Mag.obstet.. Er arbeitete im Institut für experimentelle Pathologie unter Salomon Stricker und war fünf Jahre als Assistenzarzt im Allgemeinen Krankenhaus und in der II. medizinischen Klinik unter Johann von Oppolzer tätig. 1866 übernahm er eine Choleraabteilung und führte die Einspritzungen von Wasser unter die Haut ein, um der Austrocknung der Patienten entgegenzuwirken. Oser wurde 1872 Privatdozent für innere Medizin, Primarius im Rothschildspital und Abteilungsvorstand in der Wiener Allgemeinen Poliklinik. 1874 wurde er Mitglied des niederösterreichischen Landes-Sanitätsrates, ab 1905 dessen Vorsitzender, 1885 außerordentlicher Professor der internen Medizin, 1902 ordentlicher Professor. Schon früh wendete er sich nach dem Medizinstudium den Erkrankungen des Magens und des Darmes zu.


Schaffen

Leopold Oser fand gemeinsam mit Schlesinger bei experimentellen Untersuchungen über Uterusbewegungen ein Erregungszentrum in der Medula oblongata. Er war einer der ersten in Wien, der Vorlesungen über Krankheiten des Verdauungstraktes hielt, und er ersetzte die allgemein verwendete starre Magensonde durch einen weichen, nachgiebigen Schlauch zur Feststellung und Behandlung von Magenerkrankungen.


Schriften

Die Erkrankungen Des Pankreas, 1898


Literatur

•Czeike, Felix: Historisches Lexikon Wien

•Oser, Leopold, In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Bd. 7 (Lfg. 33, 1977), S. 258


Weblinks

Einzelnachweise

Darstellungen