Karl Stoerk

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Karl Stoerk, Foto, o.A.

Karl Stoerk (* 17.September.1832 in Ofen/Ungarn, † 13.September 1899 in Wien) war ein österreichischer Laryngologe. Er wirkte von 1875 bis 1899 als Professor an der Universität Wien. Im Arkadenhof der Universität Wien befindet sich das Denkmal für Karl Stoerk.

Leben

Karl Stoerk wurde als zweitältester Sohn eines in Ofen (heute Budapest) lebenden Arztes geboren. Er studierte Medizin an den Universitäten Pest sowie Wien und promovierte 1858. Anschließend wurde Stoerk im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien Schüler von Ludwig Türck, dem Pionier der österreichischen Laryngologie.

Im Jahr 1864 habilitierte sich Stoerk für "Laryngo- und Rhinoscopie und Krankheiten des Kehlkopfes, der Luftröhre und des Rachens". 1875 wurde er außerordentlicher Professor, 1894 ordentlicher Titularprofessor und von 1891-1899 agierte er als Leiter der Universitätsklinik für Laryngologie als Nachfolger von Leopold Schrötter von Kristelli.

Karl Stoerk ist auf dem Wiener Zentralfriedhof (Israelit. Abteilung, Gr. 8/62/43) bestattet.

Schaffen

1858 berichtete er in der Gesellschaft der Ärzte am Allgemeinen Krankenhaus in Wien über das von ihm selbst entwickelte Verfahren zur Applikation von Heilmitteln mit Hilfe des Kehlkopfspiegels, welches er mit Ludwig Türck entwickelt hatte. Er spezialisierte sich auf die chirurgische Therapie von Kehlkopferkrankungen. Für seine Operationen verwendete er von ihm selbst konstruierte Instrumente. Stoerk war ein Meister der Laryngoskopie, der Kehlkopfchirurgie und der Ösophagoskopie. Zu seinen besonderen Verdienten gehört es, die in Nase, Rachen und Kehlkopf auftretenden Veränderungen als zusammengehörig erkannt und genau beschrieben zu haben.[1]

Schriften (Auswahl)

  • Laryngoscopische Mittheilungen, Wien 1863
  • Laryngoscopische Operationen, Wien 1870
  • Beiträge zur Heilung des Parenchym und Cystenkropfes, Erlangen 1874
  • Mittheilungen über Asthma Bronchiale und die Mechanische Lungenbehandlung, Stuttgart 1875
  • Klinik der Krankheiten des Kehlkopfes, der Nase und des Rachens, Wien 1880
  • Sprechen und Singen, Wien 1881
  • Die Erkrankungen der Nase, des Rachens, des Kehlkopfes und der Luftröhre, Wien 1897

Literatur

Einzelnachweis

  1. Czeike 1997, S. 354

Sibylle Zelger, Herbert Kreiser