Karl Nickmann

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Signet von Karl Nickmann auf dem Denkmal Gustav W. H. Bickell.

Karl Julius Nickmann (*26.7.1895 in Wien, † 25.10.1939 in St. Valentin, Niederösterreich)[1] war ein österreichischer Maler.[2] Das von ihm geschaffene Denkmal Gustav W. H. Bickell befindet sich im Arkadenhof der Universität Wien.

Einer der Nachdrucke von Hennebergs Linolschnitten, welche Karl Nickmann 1921 anfertigen ließ.

Leben

Ab 1922 war der Maler im 9. Bezirk in der Nordbergstraße 10 wohnhaft. 1927 ehelichte er Hedwig Miedinger, von der er sich 1932 wieder schied. 1933 heiratete er Emilie Benkiser.[3][4] Er war Neffe des Künstlers Hugo Henneberg, von dessen Linolschnitten Karl Nickmann 1921 posthume Nachdrucke anfertigen ließ. [5]

Zugunglück in St. Valentin, 1939.

Nickmanns Eltern Wilma und Karl Nickmann-Engelsberg wurden zusammen mit Ludmilla Benkiser auf dem Zentralfriedhof begraben. Karl Nickmann gestaltete den Grabstein für das Familiengrab (Zentralfriedhof Wien: Gruppe 158, Reihe 5, Grab 15).

Nickmann verunglückte am 25.10.1939 bei einem Zugunglück in St. Valentin. Seine Frau Emilie Benkiser verstarb erst am 22.01.2002.

Von Nickmann angefertigter Grabstein auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Schaffen

Scan aus LXII. Ausstellung der Wr. Secession, Wien im Sommer 1921.

Karl Nickmann war "Akademischer Maler".[6] Neben Ölbildern arbeitete er auch in Mosaik und Druckgrafik.

Auch wenn es naheliegend wäre, Nickmann mit der zu seiner Lebzeit zeitgenössischen Wiener Werkstätte und der Mosaikproduktion um Joseph Forstner in Verbindung zu bringen, konnte ein derartiger Konnex bis jetzt noch nicht hergestellt werden werden. Im Katalog der LXII. Ausstellung der Wr. Sezession sind zwei Mosaike Nickmanns vertreten, betitelt mit "St. Johannes" und "St. Maria" (Abb.). In einem Schreiben vom 24.11.1925 an den Ausschuss der Genossenschaft der bildenden Künstler Österreichs bittet er scheinbar erfolglos um den Ankauf eines seiner Mosaike. Er betont darin die Komplikationen, die mit einem Transport in Verbindung stehen und lädt deswegen zur Begutachtung des Werkes die Jury zu sich ins Atelier ein.[7]

Werke

Neben den bereits genannten Linoldrucken, dem Grabstein seiner Eltern und dem Denkmal Gustav W. H. Bickell konnten lediglich in einem Auktionskatalog zwei weitere Werke, ein Glasmosaik und eine Ölmalerei, ausfindig gemacht werden.[8]

Aufgrund fehlender zeitlicher Einordnung des Großteils seiner Werke, kann die Reihung nicht durchgehend chronologisch erfolgen.

  • St. Johannes, Mosaik, vor 1921.
  • St. Maria, Mosaik, vor 1921.
  • Denkmal Gustav W. H. Bickell, Glasmosaik, 1921.
  • Frau in Profilansicht, Glasmosaik.
  • Frau in Frontalansicht mit Spitzbogen, Gemälde, Öl auf Leinwand 34 x 33 cm.
  • Grabstein Familiengrab, Mosaik.

Literatur

  • Fuchs 1995: Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des Geburtsjahrganges 1881 - 1990, Bd. 2, Wien 1995, S. 27.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gemäß Meldeunterlagen aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv, erhalten am 23.01.2014, Vorgang MA 8 – B-MEW-21822/2014
  2. Fuchs 1995, S. 27.
  3. Meldeunterlagen Karl Nickmann, Wiener Stadt- und Landesarchiv
  4. Über Nickmann konnten nur wenige Informationen in Erfahrung gebracht werden. Internet- und Literaturrecherchen blieben weitestgehend erfolglos, weitere Bruchstücke konnten aus dem Künstlerhausarchiv, dem Archiv der Wiener Secession, Ringstraßenarchiv, Universitätsarchiv und dem Stadt- und Landesarchiv zusammengetragen werden.
  5. Kat. Ausst. Hugo Henneberg 2011, S. 37.
  6. Gemäß Meldeunterlagen aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv, erhalten am 23.01.2014, Vorgang MA 8 – B-MEW-21822/2014.
  7. Schreiben an den Ausschuss der Genossenschaft der bildenden Künstler Österreichs vom 24.11.1925, Künstlerhausarchiv Wien, Akte Karl Nickmann
  8. bel etage 2005, S. 100 f. Auf eine Anfrage an das Auktionshaus konnten keine weiteren Informationen in Erfahrung gebracht werden.

Galerie


Maximilian Westphal, Katharina Schmidt