Jakob Gruber

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Jakob Gruber, 1900.

Jakob Gruber (* 23. Juli 1864 in Hallein; † 9. Juli 1915 in Wien) war ein Bildhauer aus Hallein, Österreich. Von ihm stammt das Denkmal Franz Unger im Arkadenhof der Universität Wien.

Leben

Jakob Gruber wurde als Sohn eines Bergmannes in Hallein geboren, über seine Kindheit ist jedoch wenig bekannt. Er besuchte die Holzschnitzschule in Hallein und ging nach dem Militärdienst im Jahr 1888 nach Wien zu Professor König, um dort an der Kunstgewerbeschule Unterricht zu bekommen. Schon nach einem Jahr entpuppte er sich als der beste Schüler, woraufhin ihn 1892 Kaspar Clemens Eduard Zumbusch an die Akademie der Bildenden Künste holte, wo er sieben Jahre blieb. 1898 unternahm er eine Studienreise nach Florenz, Rom und Neapel, bis er schließlich wieder nach Wien zurückkehrte. Am 9.7.1915 starb er im Lainzer Krankenhaus und wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.[1]

Schaffen

Jakob Gruber schuf neben seinen monumentalen Plastiken auch Porträtmedaillons in Rom, Florenz und Neapel. Zu seinem Frühwerk gehört die lebensgroße Bronzegruppe „Verschüttete Bergknappen“ in Hallein, für die er den Reichel Preis sowie den Rompreis für Bildhauerei erhielt. 1895 wurde er mit seinem Werk „Kämpfende Schiffsbrüchige“ wurde ihm der Hofpreis „Zweiter Classe“ ausgezeichnet.[2] Sein Oeuvre war in Wien, Berlin und München ausgestellt.

Werke

  • Porträtmedaillons in Rom, Florenz und Neapel,
  • lebensgroße Terracottagruppe für die Wienerberger Ziegelfabrik,[3]
  • Denkmal Franz Unger im Arkadenhof der Universität Wien,
  • "Verschüttete Bergknappen" in Hallein,
  • "Kämpfende Schiffsbrüchige",[4]
  • Wandrelief "Auferstehung der To. des Jairis" in der Luegerkirche am Zentralfriedhof.[5]
  • An der Hauptfassade der Handelskammer Wien (heute Wirtschaftskammer Wien, Stubenring 8-10, erbaut 1905-07 von dem Architekten Ludwig Baumann), Souterrainfensterstürze mit Bleireliefs verschiedener Wirtschaftszweige (gemeinsam mit Emanuel Alexander Swoboda / E.A. Swoboda (?))[6]

Literatur

  • Czeike 1997 : Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, 2, Wien 1997.
  • Maisel 2007 : Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien, Wien 2007.
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815-1950, herausgegeben von der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1956.

Einzelnachweise

  1. Czeike 1997, S. 617.
  2. Universitätsarchiv der Akademie der bildenden Künste Wien
  3. Universitätsarchiv der Akademie der bildenden Künste Wien
  4. http://www.hallo-hallein.at/magazin_redaktion/2006_redaktion/200610_bergknappen/200610_bergknappen.html
  5. Czeike 1997, S. 617.
  6. Dehio 2003, Wien I.Bezirk - Innere Stadt, S. 363

Weblinks

Darstellungen