Ilse Pompe

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Ilse Pompe – Niederführ (*26. Juni 1904 Wien; † 20. Mai 1986) war eine österreichische Bildhauerin.

Leben

Ilse Pompe – Niederführ war eine österreichische Bildhauerin, die am 26. Juni 1904 in Wien geboren wurde und am 20. Mai 1986 verstarb. Sie dürfte ihre Ausbildung in den frühen 1920er Jahren bei Richard Kauffungen begonnen haben, ehe sie später an der Kunstgewerbeschule von Franz Czisek und Anton Hanak unterrichtet wurde.[1] Neben Pompe unterrichtete Hanak zu seiner Zeit als Professor an der Kunstgewerbeschule auch andere talentierte Künstlerinnen, wie Angela Stadtherr, Margarete Hanusch, Cäcilie Danzer, Ena Rottenberg, Irma Rothstein und Pepi Wixelgärtner.[2] Von 1924 bis 1926 war sie Schülerin von Hans Bitterlich und Josef Müllner an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Während ihres Studiums erhielt sie das Füger-Medizin und das Romstipendium. Nach ihrem Abschluss erhielt sie bei Heinrich Willer den Meisterschulpreis. Sie arbeitet mit Stein, Holz, Stuck und Keramik. Von 1929 bis 1931 war sie als Assistentin von Professor Czisek in der Klasse für Jugendzeichnung tätig und belegte nebenbei (1928 bis 1932) eine Spezialschule bei Müllner.[3] Anschließend verbrachte sie zwei Jahre an der Elizabeth-Duncan-Schule auf Schloss Kleßheim, in Salzburg. Nebenbei war sie im Frauenseminar Dresden und schließlich als Assistentin an der Architekturabteilung der TH Wien tätig. Ilse Pompe war verheiratet mit Hans Niederführ, der Leiter des Max-Reinhardt-Seminars der Wiener Hochschulen für Darstellende Kunst und Musik.[4] 1961 wurde sie Mitglied des Künstlerhauses.[5]

Werke

Ilse Pompe, Elefantengruppe im Kindergarten Quaringasse, 1100 Wien

Sie arbeitete mit Stein, Holz, Stuck und Keramik. Neben dem Denkmal für Anton von Eiselsberg im Arkadenhof der Universität Wien, stammen unter anderem von ihr:

  • 1953: Mosaik-Wandbild "Herbst" in der Ruckergasse 54-58, Wien Rudolfsheim-Fünfhaus. [6]
  • 1964: Die Elefantengruppe im Kindergarten Quaringasse im 10. Wiener Gemeindebezirk [7]
  • 1967: Die Nachbildung der 1945 während der Schlacht um Wien zerstörten Calafati Figur im Prater.[8]

Literatur

  • Olga Stieglitz/Gerhard Zeillinger, Der Bildhauer Richard Kauffungen (1854-1942). Zwischen Ringstraße, Künstlerhaus und Frauenkunstschule, Frankfurt am Main 2008.
  • Sabine Plakolm-Forsthuber, Künstlerinnen in Österreich 1897-1938. Malerei-Plastik-Architektur, Wien 1994.

Einzelnachweise

  1. Stieglitz/Zeillinger 2008, S. 179.
  2. Plakolm-Forsthuber 1994, S.232.
  3. Stieglitz/Zeillinger 2008, S.179.
  4. Martina Payr:"Wissenschaft nach der Mode"?:die Gründung des Zentralinstituts für Theaterwissenschaft an der Universität Wien 1943. Wien 2008.
  5. Stieglitz/Zeillinger 2008, S.179.
  6. http://austria-forum.org/af/Bilder_und_Videos/Bilder_Wien/1120/2175
  7. http://lexikon.freenet.de/Liste_der_Kunstwerke_im_%C3%B6ffentlichen_Raum_in_Wien/Favoriten
  8. http://www.meinbezirk.at/wien-16-ottakring/magazin/calafatti-and-fortuna-d627368.html

Redigierung: Leo Czernin