Hans Mauer

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Abb. 1: Hans Mauer nach der Einlieferung ins Spital am 20.11.1947, Wien.

Hans (Johann) Mauer (* 28.2.1879 Wien ; † 1962 Wien) war ein österreichischer Bildhauer der in Wien lebte.

Abb. 2: Einige Worte von Hans Mauer über das von ihm geschaffene Lanner-Strauß-Denkmal im Badner Kurpark.
Abb. 3: Unterschrift von Hans Mauer.

Leben

Hans Mauer studierte an der Staatsgewerbeschule bei Camillo Sitte und an der Akademie der bildenden Künste in den Jahren 1901-09 bei Edmund Hellmer, Hans Bitterlich, Carl Kundmann und Kaspar Clemens Eduard Zumbusch. Er verbrachte seine Leben hauptsächlich in Wien, hielt sich allerdings auch oftmals in Italien auf.[1]

Er nutzte ein Atelier in der Währinger Straße 5-7 um eines seiner Denkmäler zu schaffen. [2]

Hans Mauer gewann den Gundelpreis, die Fügermedaille, den Königswarter- und den Schwestern Fröhlich-Stiftung-Preis.[3]

Schaffen

Karl Mauer schuf ein Denkmal für Marco d'Aviano in der Wiener Kapuzinerkirche, sowie einen Schubertkopf für Graz. Weiters eine Lortzingbüste und ein Hochrelief für das Grabmal Ortner-Poschacher auf dem Linzer Friedhof. Zu seinen Werken zählten auch Büsten monarchischer Persönlichkeiten wie Kaiser Karl I., Kaiserin Zita und Prinzessin Adelheid. Auch den Feldmarschall Baron Kövess von Kövessháza bildete er ab. Diese Büste wurde am 10. Jänner 1944, also noch während des ersten Weltkrieges, in der Ruhmenshalle des Heeresmuseum enthüllt. Auch in Baden bei Wien finden sich Werke von ihm, wie ein Denkmal von Beethoven, eine Lanner-Strauß-Gruppe im Kurpark oder auch das Komzak-Schreiber-Ziehrer-Denkmal.[4]

Mauer schuf auch zwei Denkmäler für den Arkadenhof der Universität Wien. Das Denkmal für Karl Anton von Martini wurde 1917 und jenes für Friedrich Jodl wurde 1929 enthüllt.

In Mauers Werken zeigt sich sein Stil ganz deutlich. Gerade seine Büsten tragen historistische Züge, die auch schon Jahrzehnte vorher beispielsweise bei den Büsten von Kaspar Clemens Eduard Zumbusch vorkommen. Seine monumentaleren Denkmäler sind genauso wenig modern, wobei das frühere Musik-Denkmal anekdotisch wirkt, während das Religions-Denkmal 1935 an barocke Kirchenstatuen gemahnt.

Werke

  • Schubertkopf für Graz (1907)
  • Lanner-Strauß-Gruppe (1908/09) im Badener Kurpark (1912)
  • Lortzing-Büste
  • Hochrelief für das Grabmahl Ortner-Poschacher auf dem Linzer Friedhof
  • Marmorbüste des Josef Lewinsky im Wiener Burgtheater
  • Denkmal Karl Anton von Martini und Denkmal Friedrich Jodl im Arkadenhof der Wiener Universität
  • Marmorbildnis des Edmund Lang im Wiener Lupusheim
  • Porträtbüsten von Kaiser Karl, Kaiserin Zita und Prinzessin Adelheid an unbekannen Standorte sowie von Albertina Rasch in der New Yorker Oper, von Feldmarschall Kövess im Wiener Arsenal, von Beethoven beim Badener Sauerhof und von Ilka von Kuczyfska in Sulz-Stangau
  • Komzak-Schreiber-Ziehrer-Denkmal in Baden
  • Marco-D'Aviano-Denkmal bei der Wiener Kapuzinerkirche, 1935

Literatur

  • Krumpöck 2004: Ilse Krumpöck, Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004.
  • ThB XXIV: Thieme-Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, 1930, S. 274.
  • Vollmer 1930: Hans Vollmer (Hg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 24, Leipzig 1930.
  • De Gruyter Allgemeines Künstlerlexikon 2014 - Internationale Künstlerdatenbank - Online, bereitgestellt von der Österreichischen Nationalbibliothek. Seite besucht am 26.06.2014.
  • Denkmal-Komitee, Enthüllung des Lanner-Strauss-Denkmales in Baden bei Wien: Denkmal für Lanner u. Strauss (Vater) von Hans Mauer (Wien), enthüllt am 7. Oktober 1912 im Kurort Baden bei Wien, Baden bei Wien 1912.
  • Österreichische Volkszeitung: 7. März 1915, Nr. 66 und Fremden-Blatt: 7. März 1915, Nr. 66: Bei der Abschiedsfeier für Hofrat Meyer-Lübke wird ihm eine Portraitmedaille, die von Hans Mauer geschaffen wurde, überreicht.

Einzelnachweise

  1. Krumböck 2004, S. 117-118.
  2. http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Alsergrund/4.%20Um%20den%20Dom%20des%20Alsergrundes
  3. Vollmer 1930, S. 274.
  4. Krumböck 2004, S. 117-118.

Weblinks

http://www.tuerkengedaechtnis.oeaw.ac.at/ort/marco-daviano-denkmal

Darstellungen


David Berger, Ana-Teresa Czernin, Sabine Panzer, Verena Sulzbachner