Guido Goldschmiedt

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Porträt Guido Goldschmiedt, ohne Datierung, ©ÖNB.
Franz Seifert, Denkmal Guido Goldschmiedt. Detail Porträt und Künstlersignatur Arkadenhof der Universität Wien, 1923 enthüllt; Abbildungsnachweis: Julia Horner 2013.

Guido Goldschmiedt (* 29. Mai 1850 Triest – † 6. August 1915 Gainfarn bei Wien) war ein jüdischer Chemiker, der in Wien und Prag lebte. Er war einer der wichtigsten Chemiker in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Anerkennung seines wissenschaftlichen Schaffens wurde ihm ein Denkmal - ausgeführt durch Franz Seifert - im Arkadenhof der Universität Wien gesetzt, welches 1923 feierlich enthüllt wurde.

Leben

Guido Goldschmiedt wurde in Triest geboren wo er - nach einem einige Jahre dauernden Wien-Aufenthalt im Haus seiner Großeltern mütterlicherseits (1859-1864) - das Gymnasium besuchte. Entsprechend dem Wunsch seines Vaters, des aus Bayern nach Triest eingewanderten jüdischen Kaufmanns Sigmund Goldschmiedt, begann Guido Goldschmiedt sein Studium an der Frankfurter Handelsakademie, welches jedoch nur ein Semester währte. Seinen Interessen folgend wechselte Goldschmiedt an die Wiener Philosophische Fakultät um sich - ab 1869 - der Chemie zu widmen. Dort war er bis einschließlich Sommer 1871 inskribiert. Das darauffolgende Wintersemester (1871/72) verbrachte er in Heidelberg bei Robert Wilhelm Bunsen, wo er mit einem Doktor der Philosophie summa cum laude promovierte. Danach zog es ihn nach Straßburg, wo er in Kontakt zu vielen Fachgenossen trat und beispielsweise Franz Exner kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Er verbrachte dort drei Semester ehe er 1874 nach Wien zurückkehrte und eine Stelle als Assistent bei Ludwig Barth von Barthenau im I. Chemischen Universitätslaboratorium annahm. Dort entwickelte sich ein reges wissenschaftliches Leben, dessen Mittelpunkt Barth, Hugo Weidel und Guido Goldschmiedt bildeten. Im Wintersemester 1874/75 habilierte sich Goldschmiedt und wurde Privatdozent für Chemie an der Wiener Universität.[1] Goldschmiedt wurde kurz nach seiner Habilitation nach Philadelphia geschickt und zwar als offizieller Berichterstatter zur Weltausstellung 1876.[2] Diese Reise und seine zahlreichen Auslandsaufenthalte trugen bei zu seinen Sprachkenntnissen; so überliefert Herzig, dass Goldschmiedt Arbeiten seiner englischen, amerikanischen, französischen und italienischen Fachgenossen im Original lesen konnte.[3] Im Jahre 1886 heiratete er Angelika von Herzfeld, die Tochter von Josef Ritter von Herzfeld, dem Direktor einer Versicherungsanstalt in Wien. Die beiden hatten eine Tochter, Guida, sowie einen Sohn, der jedoch im Kindesalter verstarb.[4]

Obwohl Goldschmiedt beruflich sehr erfolgreich war und zahlreiche Publikationen vorweisen konnte scheiterten Versuche ihm eine Professur zu beschaffen immer wieder am Einspruch des Ministeriums. Pesek und Lohmann zufolge kann die wiederholte Zurücksetzung Goldschmiedts auf seine jüdische Herkunft zurückgeführt werden.[5] Seine außerordentlich bedeutende Forschung zur Entschlüsselung des Papaverins führte jedoch schließlich zur öffentlichen Anerkennung seiner Leistungen. Im Jahre 1889 erhielt Goldschmiedt von der Chemisch-Physikalischen Gesellschaft in Wien den Preis anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Gesellschaft. Am 10. April 1890 wurde ihm daraufhin eine langersehnte außerordentliche Professur an der Wiener philosophischen Fakultät erteilt. Jedoch wurde der Chemiker auch hier aufgrund seiner jüdischen Abstammung wieder übergangen: Nach dem Tod von Ludwig Barth von Barthenau 1890 wurde der Chemiker Hugo Weidel von der Hochschule für Bodenkultur geholt um die Direktorenstelle am I. Chemischen Institut einzunehmen. Guido Goldschmiedt hingegen wurde als Nachfolge Weidels an die Hochschule für Bodenkultur geschickt; Pesek und Lohmann nennen als Grund für diese Entscheidung, dass das Ministerium für Kultus und Unterricht nicht die gesamte Spitze der Wiener Chemie (d.h. das I., II. und III. Chemische Institut)[6] in jüdischen Händen sehen wollten. Ebenfalls für seine Papaverin-Forschung erhielt Goldschmiedt 1892 den renommierten Ignaz-Lieben-Preis der kaiserlichen österreichischen Akademie der Wissenschaften, in welche er 1894 als korrespondierendes und 1899 als ordentliches Mitglied aufgenommen wurde. Da in Prag weniger antisemitische Proteste zu erwarten waren übersiedelte Goldschmiedt bald darauf um einen Lehrstuhl für Chemie an der Deutschen Universität in Prag einzunehmen.[7]

In Prag konnte Goldschmiedt seine Forschungen vorantreiben, da er nun ausreichend studentische Hilfe in Anspruch nehmen konnte.[8] Insgesamt verblieb Goldschmiedt rund 20 Jahre in Prag. Er wurde erster Vorsitzender der Prager Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Hochschullehrerverbandes, Vorstand der Deutschen Chemischen Gesellschaft (1900/01) und Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der deutschen Wissenschaft, Kunst und Literatur (1895). Er hatte hier ein großes soziales Netzwerk und bildete durch seine wissenschaftliche Tätigkeit zahlreiche ausgezeichnete Schüler aus.[9] Über seinen Umgang mit seinen Schülern bermerkte Adolf Liebens ältester Sohn, Fritz Lieben: "Goldschmiedt, von großem Wissen und großer Herzensgüte, war in seinem Laboratorium oft ungeduldig und nervös, doch war es nicht schwer, sein stetes Wohlwollen für seinen Studenten herauszufühlen."[10] Ein weiterer Karriereschritt erfolgte durch die Wahl des Chemikers zum Dekan des Philosophischen Instituts für das akademische Jahre 1896/97.[11] Im Jahre 1907 wurde Guido Goldschmiedt als erster jüdischer Professor in der Donaumonarchie zum Universitätsrektor gewählt. Das Amt des Rektors der Deutschen Universität Prag lehnte Goldschmiedt jedoch ab, die Gründe dafür sind umstritten. 1907 wurde Goldschmiedt außerdem der Orden der Eisernen Krone verliehen.[12]

Die nach dem Tod Zdenko Skraups neuzubesetzende Stelle des Vorstands des II. Chemischen Instituts in Wien brachte Guido Goldschmiedt schließlich 1910 nach Wien zurück - antisemitische Faktoren scheinen diesmal keine Rolle gespielt zu haben.[13] Das III. Chemische Institut war nach 1909 nicht mehr nachbesetzt worden; neben Goldschmiedt als Vorstand des II. Chemischen Instituts leitete Rudolf Wegscheider das I. Chemische Laboratorium seit 1902.[14] Die Leitung des II. Chemischen Instituts offenbarte sich als kraftzerrende Aufgabe. Zuständig für das neue, sich noch im Rohbau befindende Institut und die administrative Leitung konnte sich Goldschmiedt kaum noch der Forschung widmen und hatte zudem mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Sommer 1915 - seine Ernennung zum Hofrat erfolgte, als er bereits im Koma lag - verstarb er im Sanatorium in Gainfarn bei Baden, südlich von Wien und wurde im Zentralfriedhof (israelitische Abteilung beim 1. Tor (52/54/53)) in Wien beigesetzt.[15]

Schaffen

Josef Herzig zufolge war Goldschmiedt "[...] als Forscher [...] ein ausgezeichneter Beobachter und Experimentator [...]"[16] und musste "[...] von seinen Angaben kaum je eine [...] widerrufen [...]. Seine Arbeitsmethode war streng folgerichtig, systematisch und seine Schlußweise außerordentlich logisch und vielleicht nur allzuvorsichtig."[17] Er beschäftigte sich in frühen Jahren (in Heidelberg) viel mit mineralogischen Studien. In Straßburg wandte er sich organisch-chemischen Arbeiten zu.[18] Gemeinsam mit Ludwig Barth von Barthenau unternahm Goldschmiedt eine größere Versuchsreihe über die Ellagsäure, welche er nach Barths Tod im Dezember 1891 in Prag fortführte.[19] Guido Goldschmiedt lieferte wichtige Beiträge zur Kenntnis des Stupps und Stuppfettes und zum Aufbau verschiedener organischer Verbindungen.[20] Des Weiteren gelang ihm als erster die Umwandlung ungesättigter in gesättigte Fettsäuren, was von großer technischer Bedeutung für die Fetthärtung im Allgemeinen werden sollte.[21] Neben weiteren Forschungstätigkeiten hatte seine Erforschung der Strukturermittlung von Papaverin (1883-1887),[22] einem Alkaloid, nachhaltige Auswirkung auf die gesamte Alkaloidforschung und brachte ihm 1892 den Lieben-Preis der Akademie der Wissenschaften in Wien ein.[23]

Schriften oder Werke

Während seiner Tätigkeit als Chemiker publizierte Goldschmiedt zahlreiche Schriften[24] von denen hier - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - einige aufgelistet sind.[25]

  • Guido Goldschmiedt, Die Chemische Industrie (Bericht über die Weltausstellung in Philadelphia 1876, Nr. 7, hg. von der Oesterreichischen Commission für die Weltausstellung in Philadelphia 1876), Wien 1877.[26]
  • Guido Goldschmiedt/Hugo Weidel, Ueber das Quassiin, in: Sitzungsberichte, 1877.
  • Guido Goldschmiedt/Hugo Weidel, Analyse des Säuerlinges von O'Tura, in: Sitzungsberichte, 1877.
  • Guido Goldschmiedt, Über den Einfluss der Temperatur auf das galvanische Leitungsvermögen der Flüßigkeiten. I. Abhandlung, in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse, Abt. II., 76, 1877.
  • Guido Goldschmiedt, Über eine Modification der Dampfdichtebestimmung, in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse, Abt. II., 75, 1877.
  • Guido Goldschmiedt, Über den Einfluss der Temperatur auf das galvanische Leitungsvermögen der Flüßigkeiten. II. Abhandlung, in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse, Abt. II., 78, 1878.
  • Guido Goldschmiedt/Franz Exner, Ueber den Einfluss von Temperatur auf das galvanische Leitungsvermögen der Flüssigkeiten, in: Annalen der Physik und Chemie 240, 1878, S. 417-432 sowie in: Annalen der Physik und Chemie 242, S. 73-81.
  • Guido Goldschmiedt, Über die Verbindungen von Bromal und Chloral mit Benzol, in: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 6, 1873, S. 985-990.
  • Guido Goldschmiedt, Über das Dihenylaethan, in: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 6, 1873, S. 1501-1503.
  • Guido Goldschmiedt, Über die Umwandlung von Säuren der Reihe Cn H2n-2 O2, in: Sitzungsberichte 72, 1875, S. 366-375.
  • Guido Goldschmiedt, Über die Zersetzungsprodukte eines Ammoniakgummiharzes aus Marokko durch schmelzendes Dalihydrat, in: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 11, 1878, S. 850-852.
  • Guido Goldschmiedt, Über das Stuppfett, in: Monatshefte für Chemie, 1880.
  • Guido Goldschmiedt, Über Papaverin, in: Sitzungsberichte 87, 1883.
  • Guido Goldschmiedt, Untersuchungen über Papaverin I.-IX., in: Sitzungsberichte 91, 92, 94, 96, 97, 1885-1888.
  • Guido Goldschmiedt, Über das vermeintliche optische Derhungsvermögen (?) des Papaverins, in Sitzungsberichte 95, 1887.
  • Guido Goldschmiedt, Zur Kenntnis der Papaverinsäure und Pyropapaverinsäure, in: Sitzungsberichte 96, 1887.
  • Guido Goldschmiedt, Über die Einwirkung von Kalihydrat und Alkylhalogenverbindungen des Papaverins, in: Sitzungsberichte 96, 1887.
  • Guido Goldschmiedt, Über Idryl und Idrialin, Sitzungsberichte, 1877/78.
  • Guido Goldschmiedt/Hans Molisch, Über das Scutellarin, einen neuen Körper bei Scutellaria und anderen Labiaten, in: Sitzungsberichte 110, 1901, S. 185-205.
  • Guido Goldschmiedt/Otto Hönigschmid, Zur quantitativen Bestimmung des Methyls am Stickstoff, in: Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft 36, 1903, Bd. 2 (?), S. 1850-1854.
  • Guido Goldschmiedt/Alfred Lipschitz, Über die o-Fluorenoylbenzoesäure und deren isomere Methylester, in: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 36, 1903, S. 4034-4039.
  • Guido Goldschmiedt, Über Kondensationsprodukte der o-Aldehydokarbonsäuren, in: Archiv der Pharmazie 243, 1905, S. 296-299.
  • Guido Goldschmiedt, Über Ellagsäure, Monatshefte für Chemie, 1905.
  • Guido Goldschmiedt, Über die Structur des Pyrens, in: Justus Liebigs Annalen der Chemie 351, 1907, S. 218-232.
  • Guido Goldschmiedt, Eine neue Reaktion auf Glucuronsäure, in: Zeitschrift für physiologische Chemie 65, 1910, S. 389-393.
  • Guido Goldschmiedt, Über den Nachweis der Glucuronsäure im Harne, in: Zeitschrift für physiologische Chemie 67, 1910, S. 194.
  • Guido Goldschmiedt/Ernst Zerner, [Studie zu Scutellarin; Anm.: genauer Titel unbekannt - ev. Über das Scutellarin], in: Sitzungsberichte 119, 1910, S. 327-379 sowie in: Monatshefte für Chemie 31, 1910, S. 439-491.
  • Guido Goldschmiedt/Ernst Zerner (?), Über die Einwirkungen von p-Bromphenhylhydrazin auf Glucuron, in: Sitzungsberichte 121, 1912, S. 873-887 sowie in: Monatshefte für Chemie 33, 1912, S. 1217-1231 sowie in: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 46, 1912, S. 113-115.
  • Guido Goldschmiedt, Über das Ratanhin, in Sitzungsberichte 121, 1912, S. 961-970 sowie in: Monatshefte für Chemie 33, 1912, S. 1379-1388.
  • Guido Goldschmiedt, Die Struktur des Ratanhins, in: Sitzungsberichte 122, 1913 sowie in: Monatshefte für Chemie 34, 1913, S. 659-664.
  • Guido Goldschmiedt/Oskar von Fraenkel, Über γ,p-Oxyphenylproylamin, in: Monatshefte für Chemie 35, 1914, S. 383-390.
  • Guido Goldschmiedt, Bemerkungen zur "Notiz zur Methoxyl-Bestimmung" von R. I. Manning und M. Nierenstein, in: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 47, 1914, S. 389-392.[27]

Literatur

  • Czeike 2004: Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, Band 2 De-Gy, Wien 2004.
  • Herzig 1916: Josef Herzig, Nekrolog auf Guido Goldschmiedt, in: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 59 Jg., Berlin 1916, Nr. 8/9, S. 893-932.
  • NDB 1971: Neue Deutsche Biographie. Band 6 Gaál-Grasmann, hg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1971.
  • ÖBL 1959: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Leo Santifaller/Eva Obermayer-Marnach), Band 2 Glae-Hüb, Graz Köln 1959.
  • Pesek/Lohmann 2012: Jirí Pesek/Nina Lohmann, Guido Goldschmiedt (1850-1915). Ein jüdischer Chemiker zwischen Wien und Prag, in: Friedrich Edelmayer u.a. (Hg.), Über die österreichische Geschichte hinaus. Festschrift für Gernot Heiss zum 70. Geburtstag, Münster 2012, S. 79-110.
  • Rosner 2004: Robert W. Rosner, Chemie in Österreich. 1740-1914. Lehre - Forschung - Industrie, Wien/Köln/Weimar, 2004.
  • Soukup 2004: Rudolf Werner Soukup, Guido Goldschmiedt 1850-1915. Ihm verdanken wir die Strukturerkennung des Opiumalkaloids Papaverin und vieler anderer phytochemischer Substanzen, in: Die wissenschaftliche Welt von gestern. Die Preisträger des Ignaz L. Lieben-Preises 1865-1937 und des Richard Lieben-Preises 1912-1928. Ein Kapitel österreichischer Wissenschaftsgeschichte in Kurzbiografien, hg. von Rudolf Werner Soukup im Auftrag der Universität Wien, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 71-76.

Beiträge in Zeitschriften:

  • Ernest H. Huntress, Centennials and Polycentennials of Chemical Interest during 1950, in: Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences, Bd. 78, Nr. 1, Februar 1950, S. 3-35.[28]
  • Scientific Items, in: The Scientific Monthly, Bd. 1, Nr. 1, Oktober 1915, S. 104.[29]
  • Scientific Notes and News, in: Science, New Series, Bd. 42, Nr. 1080, 10. September 1915, S. 334-339.[30]

Einzelnachweise

  1. Pesek/Lohmann 2012, S. 85-86. - NDB 1971, S. 620. - ÖBL 1959, S. 26. - Herzig 1916, S. 894 und 896. - Rosner 2004, S. 231 und 235. - Soukup 2004, S. 71.
  2. Vergleiche hierzu seine Publikation Die Chemische Industrie, Wien 1877. Soukup zufolge nutzte Goldschmiedt diese Reise um mit seinem Freund Ernst von Fleischl bis nach Kalifornien zu reisen. Vgl. Soukup 2004, S. 72.
  3. Vgl. Pesek/Lohmann 2012. S. 86/87, Anm. 26. - Herzig 1916, S. 893. - Rosner 2004, S. 298.
  4. NDB 1971, S. 619. - Pesek/Lohmann 2012, S. 87. - Herzig 1916, S. 914. - Soukup 2004, S. 72.
  5. Pesek/Lohmann 2012, S. 90. - Rosner 2004, S. 235-236.
  6. Zu den Vorständen der Chemischen Institute an der Universität Wien vergleiche die Tabelle bei Rosner 2004, S. 236.
  7. Pesek/Lohmann 2012, S. 90 und 92-93. - Rosner 2004, S. 232, 236, 240 und 278. - In Prag betrachteten die deutsch-nationalen Kreise die Tschechen als ihre Hauptgegner, Vgl. Ebda., S. 240. - Vergleiche hierzu auch Rosner 2004, S. 246 und 249.
  8. Pesek/Lohmann 2012, S. 94.
  9. Herzig 1916, S. 914-915. - Rosner 2004, S. 241. - Soukup 2004, S. 74 und 75.
  10. Zit. n. Soukup 2004, S. 76.
  11. Für eine kurze Auflistung der Institutsvorstände in Prag siehe Tabelle bei Rosner 2004, S. 241.
  12. Pesek/Lohmann 2012, S. 94, 98-99 und 101-103. - Czeike 2004, S. 569.
  13. Rosner zufolge wurde Goldschmiedt als Leiter des II. Chemischen Institutes eingesetzt obwohl er Jude war, weil es keinen anderen österreichischen Chemiker gab, der solches Ansehen besaß. Laut Rosner musste sich Goldschmiedt jedoch mit weniger Gehalt (12.000 Kronen) begnügen als noch sein Vorgänger Zdenko Hans Skraup (16.000 Kronen). Vgl. Rosner 2004, S. 235.
  14. Pesek/Lohmann 2012, S. 103-104.
  15. Pesek/Lohmann 2012, S. 105-107. - Czeike 2004, S. 568. - Soukup 2004, S. 75.
  16. Zit. Herzig 1916, S. 893.
  17. Zit. Herzig 1916, S. 893.
  18. Herzig 1916, S. 894.
  19. Herzig 1916, S. 896-897.
  20. ÖBL 1959, S. 26, Sp. 2. - Soukup 2004, S. 73. - NDB 1971, S. 620. - Herzig 1916, S. 899-900. Herzig zufolge führte er die Arbeiten über das Stuppfett gemeinsam mit M. v. Schmidt aus. Vgl. Ebda. S. 900.
  21. Soukup 2004, S. 72. - Czeike 2004, S. 569.
  22. ÖBL 1959, S. 26, Sp. 2. - Herzig 1916, S. 903. - Guido Goldschmiedts Arbeiten über Papaverin umfassen insgesamt 9 Schriften von 1883-1889.
  23. Herzig 1916, S. 913. - Czeike 2004, S. 569.
  24. Die hier aufgelisteten Publikationen Goldschmiedts wurden der Literatur entnommen; beispielsweise: Pesek/Lohmann 2012, ÖBL 1959, NDB 1971, Herzig 1916. - Eine detaillierte Auflistung von Publikationen Goldschmiedts bzw. seiner Schüler ist zu finden bei Herzig 1916, S. 925-932.
  25. Pesek und Lohmann zufolge erwähnt Goldschmiedt in einer Schrift an die Fakultät 1886 bereits 45 wissenschaftliche Arbeiten verfasst und publiziert zu haben. Vgl. Pesek/Lohmann 2012, S. 91.
  26. Goldschmiedt wurde kurz nach seiner Habilitation nach Philadelphia geschickt und zwar als offizieller Berichterstatter zur Weltausstellung 1876. Daraus resultierte diese Publikation über die chemische Sektion der Ausstellung. Vgl. Pesek/Lohmann 2012. S. 86/87, Anm. 26.
  27. Laut Pesek/Lohmann handelt es sich bei diesem Beitrag um Goldschmiedts letzten wissenschaftlichen Text. Vgl. Pesek/Lohmann 2012, S. 107, Anm. 102.
  28. Anm.: S. 21-22: Kurzbiographie und Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen
  29. Anm.: Nachricht über Goldschmiedts Ableben
  30. Anm.: S. 335: Nachricht über Goldschmiedts Ableben und über einen Besuch von Guido Goldschmiedt und seiner Frau zum 8. Internationalen Kongress für Angewandte Chemie in Amerika. - Diese Reise trat Goldschmiedt gemeinsam mit seiner Frau als silberne Hochzeitsreise 1912 an. Vgl. Herzig 1916, S. 924.

Darstellungen


Julia Horner, Katharina Schmidt