Franz Hofmann

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Abb. 1, Franz Hofmann 1845-1897, Stich von August Steininger, 1873.
Abb. 2, Denkmal Franz Hofmann, Theodor Khuen, Universität Wien 1903.

Franz Hofmann (* 20. Juni 1845 Zdaunky, Tschechien; † 25. Okrober 1897 Wien) war Jurist und Professor für österreichisches und allgemeines Privatrecht, Handels- und Wechselrecht an der Universität Wien.

Leben

Franz Hoffmann wurde am 20. Juni 1845 in Zdaunky in Mähren geboren und verbrachte auch dort gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Vater seine Kindheit. Er absolvierte in Kremsier das Gymnasium und ging dann 1862 nach Wien, um dort das Studium der Rechte anzutreten. Im November 1867 erhielt er den Doktorentitel und setzte sein Studium in Göttingen fort. Ein Jahr später habilitierte Hoffmann in Wien für das Fach römisches Recht, um dann 1871 sein Amt als Professor für römisches und österreichisches Recht an der Universität Wien anzutreten.[1]

Im Selben Jahr heiratete er Ludmilla Czermak und in den nächsten Jahren folgten ein Sohn und zwei Töchter.[2]

Da Hofmanns Leben seit früher Kindheit mit Krankheiten durchzogen war, fiel es ihm nicht immer leicht seine Lehrtätigkeit auszuüben. Doch er ging dieser Leidenschaft so lange nach, wie es ihm seine Gesundheit erlaubte. 1895 legte er das Lehramt schließlich nieder, da es eine körperliche Beweglichkeit nicht mehr zuließ. Im Sommer 1897 bekam er eine schwere Lungenentzündung, an der dann auch am 25. Oktober im selben Jahr starb. Franz Hofmann wurde 52 Jahre alt.[3]

Franz Hofmann wurde 1903 zum Gedenken an seine Professur im Arkadenhof der Universität Wien ein Denkmal (Abb. 2) gesetzt. Geschaffen wurde es von Theodor Khuen und am 15. November 1903 wurde es feierlich enthüllt.

Schaffen

Franz Hofmanns Schaffen begann mit seiner Habilitation an der Universität Wien im Fach römisches Recht, wo er eine Abhandlung über das Periculum beim Kauf verfasste. Diese ging zwei Jahre später in Druck.[4] Von 1871 bis 1897 war er ordentlicher Professor für österreichisches und allgemeines Privatrecht, Handels- und Wechselrecht an der Universität Wien. Vor allem seine rechtshistorischen Arbeiten waren von großer Bedeutung. [5]

Werke/Schriften

  • Über das Periculum beim Kaufe, Wien 1870.
  • Beiträge zur Geschichte des griechischen und römischen Rechts, Wien 1870.
  • Über den Verlobungs- und den Trauring, Wien 1870.
  • Verwandtschaft und Familie : Vortrag. Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, Wien 1891.
  • Die Compilation der Digesten Justinians, gemeinsam mit Ivo Pfaff, Wien 1923.

Literatur

  • Neue freie Presse 1899: Franz Hofmann Denkmal an der Universität, in Neue freie Presse. 23. April 1899, Nr. 12452, S. 6.
  • Pfaff 1903: Leopold Pfaff, Rede auf Franz Hofmann, Wien 1903.
  • Maisel 2007: Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien, Wien 2007.

Einzelnachweise

  1. Pfaff 1903, S. 2.
  2. Pfaff 1903, S. 3.
  3. Pfaff 1903, S. 3.
  4. Pfaff 1903, S. 2.
  5. Maisel, 2007 S. 39.

Michaela Pilat