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Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Version vom 11. Juli 2014, 10:20 Uhr

Elisabeth Penker


Elisabeth Penker (*1974 in Reißeck, Kärnten) ist eine österreichische Bildhauerin und Soundartistin.




Leben

Elisabeth Penker ist 1974 in Reißeck geboren und studierte von 1993–1998 an der Akademie der bildenden Künste in Wien Bildhauerei. Gleich anschließend studierte sie an der National Academy of Fine Arts in Oslo. Im Jahr 2005 ging Elisabeth Penker nach Maastricht und war Theory Researcher an der Jan van Eyck Akademie. Univ. Assistentin an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Doc-Stipendiatin an der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Heute lebt die Künstlerin mit ihrer Familie in Wien und setzt sich in ihren Arbeiten sowohl mit Bildhauerei als auch mit Musik auseinander. Weiters arbeitete danach in Sound-Studios in Chicago und London für Filmpostproduktionen.


Schaffen

Sowohl im In- als auch im Ausland war Elisabeth Penker bereits bei zahlreichen Einzel- als auch Gruppenausstellungen vertreten. Die Liste der Orte ist lang, wobei als Beispiele folgende genannt werden können: MAK Wien, Kunsthaus Graz, Greek State Museum (Thessaloniki), Galerie Nächst St. Stephan (Wien), Center for Contemporary Art (Plovdiv), Galerie Georg Kargl (Wien), HTTP Gallery (London), Secession (Wien) und in der Gallery Rhizom (Aarhus). Mit ihren unterschiedlichsten Projekten durfte sie sich weiters auch bei berühmten Ausstellungen wie der Dokumenta 12 zu den Teilnehmerinnen zählen. Für ihr kreatives Schaffen erhielt die ambitionierte Künstlerin ein Staatsstipendium für bildenden Kunst und den Theodor Körner Preis.

Werke

Elisabeth Penkers Skulpturen sind seit 1998 im Bereich von Comparative Art und Sound Art verankert und untersuchen anhand von Sprachmorphologie (einschließlich Contact Languages) die Verbindungen zur musikalischen und visuellen Grammatik. Ihre Kollagen, Fotografien, Diagramme und Zeichnungen sind erweiterte Fragestellungen ihrer Skulpturen. Während ihrer Zeit in den Tonstudios Londons und Chicagos konnte sie sich vieles aneignen, wobei sie seit 2000 eine Serie von Musikinstrumenten entwickelt, die die Aufnahme-Methode von Jack Foley verwenden. Exzerpte ihrer Multi-Channel- Kompositionen wurden von Resonance 104.4 fm (London) gesendet. Weiters ist ein Text von Elisabeth Penker über Sound Art im Resonance Magazine Supplement im Juni 2006 erschienen. Ein für ihr Schaffen ungewöhnliches Werk stellt die Büste Elise Richters dar, der ersthabilitierten Frau der Universität. Dieses Bronzedenkmal gestaltete sie im Rahmen eines ausgeschriebenen Wettbewerbs im Jahr 2005. An der Jan Van Eyck Academy in Maastricht hatte die Künstlerin die Möglichkeit, gemeinsam mit FO/GO Lab die Konferenz The Migrating Museum zu organisieren. Auf der Dokumenta 12 zeigte Elisabeth Penker ebenfalls mit FO/GO Lab ein Video und eine Focus-Group. Diese Performance stellte einen Teil des Documenta-12-Beitrages von Ricardo Basbaum dar.



Barbara Wessely, 1127710