Denkmal Olga Taussky-Todd

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Abb. 1: Karin Frank, Denkmal Olga Taussky-Todd, Arkadenhof der Universität Wien, Nr. 160, 2016 enthüllt.

Das Denkmal für die Mathematikerin Olga Taussky-Todd (1906-1995) wurde von der Künstlerin Karin Frank (*1972) für den Arkadenhof der Universität Wien geschaffen und am 30. Juni 2016 enthüllt.

Beschreibung

Das aus Aluminium gegossene Denkmal befindet sich im rechten Arkadengang. Der Porträtkopf tritt fast vollplastisch aus dem pentagonalen Reliefgrund hervor, wobei der Halsansatz mit dem Kragen in den Reliefgrund verläuft und die Plastizität zunimmt, wodurch die "Denkerstirn" beinahe vollplastisch augeprägt ist. Basierend auf einer Fotografie ist das Porträt sehr realistisch gestaltet. An der Oberfläche sind die Spuren der Bearbeitung bewusst sichtbar belassen, wodurch der Effekt der Unmittelbarkeit der nicht mehr ganz jungen Epidermis eines freundlich lächelnden Antzlitzes erzielt wird. Auf die Profession der Wissenschaftlerin verweisen die pentagonale Form der Reliefplatte sowie die Inschrift, die plastisch aus dem Grund hervortritt und ohne Abgrenzung die Hälfte der Platte unterhalb des Porträts einnimmt.

Notizen zur dargestellten Person

Olga Taussky-Todd promovierte 1930 in Mathematik an der Universität Wien bevor sie 1934 nach England übersiedelte. 1947 emigrierte sie in die USA, wo sie am California Insitute of Technology eine Stelle erhält, die erst im Jahr 1971 auch formal in eine Professur umgewandelt wird. Nach Wien kam sie 1956 als Visiting Professor. Besondere Bekanntheit erlangte sie durch ihre Forschungen zur Matrizentheorie.

Entstehungsgeschichte

Das Denkmal für Olga Taussky wurde als eines von insgesamt 7 Denkmälern für Wissenschafterinnenim Jahre 2015/16 im Arkadenhof der Universität Wien anläßlich des 650 Jahrjubiläums der Universität angebracht. Die Künstlerin Karin Frank erhielt den Auftrag für das Denkmal im Rahmen eines ausgeschriebenen Wettbewerbes.

Kunsthistorischer Vergleich und Analyse

Das Denkmal schließt an die im Aradenhof verwendete traditionelle Form des Porträtreliefs an. Der Porträtkopf hält sich allerdings nicht an die Begrenzung des Reliefgrundes sondern überschneidet eine Seite des Pentagons.

Literatur

Quellen

Rezeption in der Presse

Einzelnachweise