Denkmal Elise Richter

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Abb. 1: Catrin Bolt, Denkmal Elise Richter, Arkadenhof der Universität Wien, Nr. 155, 2016 enthüllt.
Foto: Archiv Universität Wien, Elise Richter.
Foto: Elise Richter.

Das Denkmal für die Romanistin Elise Richter (1865-1943) wurde von der Künstlerin Catrin Bolt (*1979) für den Arkadenhof der Universität Wien geschaffen und am 30. Juni 2016 enthüllt. Es handelt sich um eines der sieben Denkmäler für Wissenschaftlerinnen.

Beschreibung

Das Denkmal für Elise Richter besteht aus einem Relief, das aus der Patina der Wandfläche auf der Innenseite des Pfeilers herausgearbeitet ist. Die Künstlerin arbeitet dabei mit den unterschiedlichen Verwitterungsschichten der Fläche und schafft dabei ein Hell-Dunkel-Relief.

"Durch teilweise Reinigung können drei Helligkeitsstufen sichtbar gemacht werden: die ursprüngliche Farbe der Wand, eine mittlere und die derzeitige, dunkle, die belassen wird. Durch diese Variationen kann man fotografische Porträts zu einem Wandbild übersetzen, die in Lebensgröße auf den Seitenwänden der Säulen des Arkadenhofs auf Augenhöhe angebracht werden. Die Idee hinter dieser Technik ist, die Ehrenmäler direkt in die Architektur und über Zeit entstandenen Schichten einzuschreiben und aus ihnen das Abbild herauszuarbeiten, als wäre es schon immer da gewesen."[1]

Notizen zur dargestellten Person

Elise Richter (1865 - 1943) war Romanistin an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien und habilitierte hier 1905 als erste Frau.

Entstehungsgeschichte

Die Universität Wien nahm das 650-Jahr-Jubiläum 2015 zum Anlass, das Denkmalensemble im Arkadenhof der Universität Wien um Ehrungen für Wissenschaftlerinnen zu ergänzen.

Im Herbst 2015 fand daher eine Ausschreibung zu einem zweistufigen Kunstwettbewerb statt, an dem sich zahlreiche KünstlerInnen beteiligten. Insgesamt gingen 33 vollständige Bewerbungsunterlagen bei der Jury ein. Diese bestand aus dem Rektor Heinz W. Engl, der damaligen Senatsvorsitzenden Gabriele Kucsko-Stadlmayer, der Professorin für Gendergeschichte Gabriella Hauch, dem Kunsthistoriker Prof. Michael Viktor Schwarz, der Landeskonservatorin für Wien Mag. Elisabeth Hudritsch, der Künstlerin und Professorin an der Akademie der bildenden Künste in Wien Mona Hahn, der Künstlerin Sofie Thorsen und dem Intendanten Peter Pakesch.

Aus den 33 Einreichungen wurden sieben KünstlerInnen eingeladen, Konzepte zur künstlerischen Gestaltung für die Ehrung von Wissenschaftlerinnen vorzulegen. Daraus wurden in einer zweiten Phase drei GewinnerInnen gewählt: Thomas Baumann, Catrin Bolt und Karin Frank.[2]

Kunsthistorischer Vergleich und Analyse

Ereignisse seit der Aufstellung im Arkadenhof

Literatur

Quellen

Rezeption in der Presse

Einzelnachweise