Christine Pillhofer

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Christine Pillhofer, Copyright by Amiento

Christine Pillhofer (* 1954 Wien) ist eine österreichische freischaffende Malerin und Bildhauerin. Das von ihr geschaffene Denkmal Karl Poppers wurde 7. Juli 2002, anlässlich des 100 jährigen Todesjubiläums Poppers, im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt.

Leben

Christine Pillhofer setzte sich bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr intensiv mit klassischem Ballet auseinander und nahm unter anderem auch Unterricht in Akrobatik, freiem Tanz, Malen und Zeichnen. Im Zuge dessen trat sie auch im Fernsehen auf.[1] Gleichzeitig nahm sie Klavierunterricht und hatte ihren ersten Auftritt mit 14 Jahren im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses als Solopianistin mit Orchester. Ihre Leidenschaft ist jedoch die Musik und der Tanz – ihr großes Ziel war Konzertpianistin – aus gesundheitlichen Gründen musste sie dieses Ziel aufgeben und widmet sich seitdem der Bildhauerei und dem Zeichnen. Sie besuchte die Modeschule in Hetzendorf und belegte dort auch eine Keramiklehre. Nach Abschluss ihrer Schulzeit "tingelte" sie laut eigener Angabe als Blues-Harmonika -Spielerin durch die Lokale Wiens.[2] 1977 beteiligte sie sich am internationalen Bildhauer-Symposium und Wettbewerb in Wien-Oberlaa und erlangte dort den 2.Preis. Seither ist sie autodidaktisch tätig. Bis heute ist sie Teil zahlreicher Ausstellungen sowie Einzelausstellungen im In - und Ausland. Büsten aus ihrer Hand sind unter anderem im Bruno Kreisky-Park, in der alten Uni und im neuen AKH zu sehen. In fast allen Arbeiten sind jedoch Elemente des Tanzes und der Bewegung zu erkennen. Als Spezialgebiet innerhalb der Bildhauerei fertigt sie Portraitbüsten, die fast ausschließlich nach Fotos hergestellt werden.[3] Sie lebt und arbeitet in Wien und Istrien (Kroatien). Ihr Vater ist ebenfalls Bildhauer (ehemaliger Schüler Wotrubas). Die Künstlerin äußert sich zu ihren Werken in folgenden Worten: "Meine Kunst ist absichtslos, sie ist nicht das Ergebnis eines Willensaktes, sondern entspringt einem Geist der sich in Hingabe seinen Eingebungen öffnet, und in Konzentration darauf als Form materialisiert"[4].

Werke im öffentlichen Raum

  • Kurzentrum Oberlaa, Steinskulptur
  • AKH Wien, Bronzebüste „Hans Strotzka“
  • Hallenbad Mödling, Bronzeplastik
  • Elektropathologisches Museum Wien, Bronzebüste „Gottfried Biegelmeier“
  • Universität Wien, Bronzebüste Denkmal Karl Popper
  • Bruno-Kreisky-Park, Bronzebüste „Bruno Kreisky"

Ausgewählte Texte von Christine Pillhofer

  • Kunst und Natur, 1978
  • Musik, Tanz und Bildende Kunst, 1980
  • Das Wesenhafte der Bildende Kunst, 1982
  • Gedanken zur Bildhauerarbeit an einer Portraitbüste, 1983
  • Kunst und Natur - Natur und Leben, 1995
  • Bewegung und Beweglichkeit, 1996
  • Kunst als Behauptung, 1998

Auszeichnungen

  • 2. Preis, Internationales Bildhauersymposium Wien-Oberlaa, 1977
  • Theodor Körner Preis, 1986

Literatur

Einzelnachweise

  1. christine-pillhofer.at
  2. christine-pillhofer.at
  3. http://www.wienernaschmarkt.eu/blicke_pillhofer.html
  4. christine-pillhofer.at

Darstellungen

  • Akrobatin, Bronze, Höhe 16cm, Erste realistische Figur 1976
  • Josef Pillhofer, Gips für Bronze
  • Bruno Kreisky, Bronze, Höhe 36cm, Standort: Bruno Kreisky Park (1050 Wien)



Teresa Czernin, redigiert von Carina Schaffer, 2014SS