Anton Josef Hye von Gluneck

Aus Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien
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Anton Hye von Gluneck, Lithographie von Josef Kriehuber, 1848

Anton Josef Freiherr Hye von Gluneck (* 26. Mai 1807 in Gleink, Oberösterreich, † 08. Dezember 1894 in Wien, gebürtig Anton Josef Hye) war ein österreichischer Jurist und Politiker sowie ordentlicher Professor an der Universität Wien. Im Jahr 1899 wurde das von dem Bildhauer Kaspar Clemens Eduard Zumbusch geschaffene Denkmal Anton Josef Hye von Gluneck im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt.

Leben

Anton Hye besuchte das Stiftsgymnasium Kremsmünster.[1] Hye studierte ab 1825 bis 1829 Jura an der Universität Wien und promovierte 1831 zum Dr. jur. am Juridicum. Seine berufliche Laufbahn begann er ab 1830 in der Advocaturspraxis eines entfernten Verwandten, Dr. Josef Hye, in Wien. Bereits 1832 wurde er supplierender Professor am Lehrstuhl für österreichisches Kriminalrecht an der Universität Wien sowie ein Jahr später Professor am Theresianum. Hye erlangte 1842 eine ordentliche Professur am Institut für Straf- und Naturrecht der Universität Wien. Neben seiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Universitätsarchivar blieb er bis 1854 Professor.[2] Ab 1848, dem Jahr der Revolution, verfolgte Hye eine politische Laufbahn im Justizministerium und wurde 1848 bis 1849 Generalsekretär sowie im Anschluss Ministerialrat. Nachdem er 1857 zum Sektionsleiter ernannt wurde, konnte Hye 1867 bis 1968 für kurze Zeit die Position des Justizministers und Leiters des Ministeriums für Kultus und Unterricht besetzen. Im Anschluss an die politische Karriere kehrte Hye als Rektor 1871-1872 an die Universität Wien zurück.

Die Stadt Wien verlieh Hye bereits 1886 die Ehrenbürger-Würde. Des Weiteren wurde ihm ein Jahr vor seinem Tod das Großkreuz des Leopold-Ordens (1893) verliehen.[3] Er wurde 1869 zum Mitglied des Herrenhauses ernannt und erlangte im selben Jahr den Titel "Freiherr" nennen.[4] [5]

Schaffen

Als Professor der Universität Wien war Hye 1845/46 als Verfasser des neuen juridisch-politischen Studienplans tätig sowie ab 1848 Verfechter der Lehr- und Lernfreiheit an österreichischen Universitäten. Hye unterstützte die Märzbewegung, indem er als Überbringer der Studentenpetitionen an den Kaiser wirkte. Bereits im Juni 1848 grenzte er sich, auf Grund zunehmender Radikalisierungen, von den Protestbewegungen ab.[6]

Während seiner Tätigkeit im Justizministerium arbeitete Hye an vielen Gesetzestexten - eine Mitarbeit ist an folgenden legislativen Schriften belegt: Pressegesetz 1849, Strafgesetz 1852/1861, 'Strafprozessordnung 1853. Als Verfasser des Strafgesetzbuchs 1852 sowie der Strafprozessordnung 1853 erlangte er große juridische Anerkennung und wurde 1854 in den Ritterstand erhoben.[7]

Werke

  • Pressegesetz 1849
  • Strafgesetzbuchs 1852
  • Strafgesetz 1852/1861
  • Strafprozessordnung 1853

Einzelnachweise

  1. Wikipedia
  2. ÖBL, Band 3, S. 22.
  3. ebd.
  4. http://austria-forum.org/
  5. Czeike 2004, S. 297.
  6. ÖBL, Band 3, S. 22.
  7. Czeike 2004, S. 297.

Literatur

  • Wurzbach 1891: Constantin von Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, Band 9, Wien 1891.
  • Czeike 2004: Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, Band 3, Wien 2004.
  • Maisel 2007: Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien, Wien 2007.

Weblinks

  • ADB 1875-1912: Eintrag aus dem ADB (Allgemeine Deutsche Biographie), 1875–1912, Online-Ausgabe - eingesehen am 24.04.2013
  • ÖBL, Band 3: Österreichisches Biographisches Lexikon, Band 3, 1815-1950, Online-Ausgabe - eingesehen am 24.04.2013
  • Anton Josef Hye von Gluneck auf Austria-Forum - eingesehen am 24.04.2013
  • Anton Josef Hye von Gluneck auf auf Wikipedia - abgerufen am 16. Mai 2014

Darstellungen


Sarah Lange, Verena S. Göbel, Katharina Anzböck